Schritt 1: Ruhe bewahren und Sicherheit geht vor

Nach einem schweren Sturm ist der erste Impuls verständlich: sofort aufs Dach schauen und den Schaden begutachten. Doch genau das sollten Sie auf keinen Fall tun. Besteigen Sie niemals selbst das Dach — schon gar nicht bei noch anhaltenden Windböen oder nasser Witterung.

Bewahren Sie Ruhe und ergreifen Sie zunächst diese Sofortmaßnahmen:

🚨 Wichtig: Nicht selbst aufs Dach!

Jedes Jahr verletzen sich in Deutschland hunderte Menschen bei dem Versuch, Sturmschäden selbst zu reparieren. Ein Dachdecker mit Gerüst und Sicherung ist die einzig sichere Option — auch für eine erste Notabdichtung.

Schritt 2: Schäden dokumentieren

Bevor Sie irgendetwas reparieren oder aufräumen lassen, dokumentieren Sie den Schaden gründlich. Ihre Versicherung wird diese Dokumentation benötigen:

  1. Fotos und Videos: Fotografieren Sie alle sichtbaren Schäden — von außen und innen. Nutzen Sie dafür Ihr Smartphone und machen Sie möglichst viele Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln.
  2. Datum und Uhrzeit: Notieren Sie, wann der Sturm stattfand und wann Sie den Schaden bemerkt haben.
  3. Schadenliste: Führen Sie eine schriftliche Liste aller beschädigten Bereiche: Dachziegel, Dachrinne, Fensterscheiben, durchfeuchtete Decken, beschädigte Möbel oder Elektrogeräte.
  4. Wetterbericht sichern: Laden Sie den amtlichen Wetterbericht oder Unwetterwarnungen als Beleg herunter. Die Versicherung zahlt in der Regel erst ab Windstärke 8 (mindestens 62 km/h).

Schritt 3: Versicherung informieren

Melden Sie den Schaden unverzüglich bei Ihrer Gebäudeversicherung. Die meisten Versicherungen bieten eine telefonische Schadenmeldung an, die rund um die Uhr erreichbar ist.

Was zahlt die Gebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung deckt in der Regel Sturmschäden ab — die konkreten Leistungen hängen jedoch von Ihrem Vertrag ab. Typischerweise sind abgedeckt:

Was zahlt die Versicherung nicht?

📋 Tipp: Gutachter der Versicherung

Bei größeren Schäden schickt die Versicherung oft einen Gutachter. Lassen Sie Notabdichtungen durchführen, aber warten Sie mit der endgültigen Reparatur, bis der Gutachter den Schaden begutachtet hat — es sei denn, die Versicherung gibt Ihnen vorher schriftlich grünes Licht.

Schritt 4: Notabdichtung durch den Dachdecker

Bis zur endgültigen Reparatur muss das Dach provisorisch abgedichtet werden, um weitere Schäden durch Regen zu verhindern. Ein Dachdecker kann:

Die Kosten für eine Notabdichtung liegen erfahrungsgemäß zwischen ca. 200 und 800 Euro, abhängig vom Umfang. Diese Kosten werden häufig von der Versicherung übernommen — klären Sie dies vorab mit Ihrem Versicherer.

Reparatur oder Komplettsanierung?

Ob eine Reparatur ausreicht oder eine umfassendere Sanierung nötig ist, hängt vom Ausmaß der Schäden ab:

Schadenart Lösung Geschätzte Kosten
Einzelne Ziegel gebrochen/verrutscht Punktuelle Reparatur 150 – 500 €
Mehrere m² Eindeckung beschädigt Teilsanierung 1.000 – 5.000 €
Dachrinne abgerissen Rinne erneuern 300 – 1.500 €
Unterkonstruktion beschädigt Dachstuhlreparatur + Eindeckung 5.000 – 20.000 €
Großflächige Verwüstung Komplettsanierung 15.000 – 40.000 €

Prävention: Dach sturmsicher machen

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm. Mit diesen Maßnahmen minimieren Sie künftige Sturmschäden:

⚡ Schnelle Hilfe bei Sturmschaden

Nach einem Sturm sind viele Dachdecker überlastet. Über DachRadar erreichen Sie direkt Fachbetriebe in Leipzig, die aktuell noch Kapazitäten haben — für Notabdichtungen und Reparaturen.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle Beratung. Alle genannten Preise, Fördersummen und gesetzlichen Angaben sind unverbindliche Richtwerte, die sich jederzeit ändern können. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Fachbetrieb, Energieberater oder Steuerberater. DachRadar übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte. Stand: April 2026.