Überblick: Welche Förderungen gibt es für die Dachsanierung?

Wer sein Dach energetisch saniert, kann unter bestimmten Voraussetzungen von staatlichen Förderprogrammen profitieren. Die wichtigsten im Überblick (Stand: Frühjahr 2026 — Änderungen vorbehalten):

⚠️ Wichtigste Regel bei Förderungen

Den Förderantrag immer VOR Vertragsabschluss und Beauftragung der Handwerker stellen. Nachträgliche Anträge werden grundsätzlich abgelehnt. Ausnahme: Die steuerliche Förderung nach § 35c EStG benötigt keinen Vorab-Antrag.

BAFA-Zuschuss: BEG Einzelmaßnahmen (EM)

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude — Einzelmaßnahmen (BEG EM) ist das meistgenutzte Programm für die Dachsanierung. Es wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verwaltet.

Was wird gefördert?

Wie hoch ist der Zuschuss?

Fördervariante Zuschuss Max. förderfähige Kosten
Einzelmaßnahme (Standard) 15 % 30.000 € pro Wohneinheit
Mit iSFP-Bonus 20 % 60.000 € pro Wohneinheit

Rechenbeispiel

Sie lassen Ihr Dach eines Einfamilienhauses dämmen und neu eindecken. Förderfähige Kosten: 25.000 Euro.

Der iSFP-Bonus bringt Ihnen in diesem Fall satte 1.250 Euro mehr — und der Sanierungsfahrplan selbst wird ebenfalls mit 80 % gefördert (max. 1.300 Euro für ein Ein-/Zweifamilienhaus).

Voraussetzungen

KfW-Ergänzungskredit 358/359

Seit 2024 bietet die KfW einen zinsgünstigen Ergänzungskredit an, der zusätzlich zum BAFA-Zuschuss in Anspruch genommen werden kann. Damit lässt sich der verbleibende Eigenanteil günstig finanzieren.

Konditionen im Überblick

Der iSFP-Bonus: 5 % mehr Förderung

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist eine umfassende Energieberatung für Ihr Gebäude. Ein zertifizierter Energieberater analysiert den energetischen Zustand und erstellt einen maßgeschneiderten Fahrplan mit priorisierten Sanierungsschritten.

Vorteile des iSFP

💡 Unser Tipp

Der iSFP lohnt sich fast immer. Bei einer 25.000-Euro-Dachsanierung sparen Sie mit dem Bonus 1.250 Euro zusätzlich — während der iSFP selbst nach Förderung nur ca. 200 – 300 Euro Eigenanteil kostet. Das ist ein hervorragender Return on Investment.

Alternative: Steuerliche Förderung nach § 35c EStG

Als Alternative zum BAFA-Zuschuss können Sie energetische Sanierungsmaßnahmen steuerlich geltend machen. Dies kann sich besonders für Eigennutzer mit höherem Einkommen lohnen:

Jahr Absetzbar Maximal
Jahr 1 (Durchführungsjahr) 7 % der Kosten 14.000 €
Jahr 2 7 % der Kosten 14.000 €
Jahr 3 6 % der Kosten 12.000 €
Gesamt 20 % der Kosten 40.000 €

Vorteile der steuerlichen Förderung

Nachteile

So beantragen Sie die Förderung: Schritt für Schritt

  1. Energieberater beauftragen: Einen iSFP erstellen lassen (empfohlen) oder direkt zur Einzelmaßnahme beraten lassen
  2. Angebote einholen: Mindestens ein konkretes Angebot vom Fachbetrieb für die geplante Maßnahme
  3. Förderantrag stellen: Online beim BAFA (für den Zuschuss) — vor der Auftragsvergabe!
  4. Zuwendungsbescheid abwarten: Erst nach positivem Bescheid den Handwerkervertrag unterschreiben
  5. Maßnahme durchführen lassen: Der Energieberater begleitet die Umsetzung und bestätigt die fachgerechte Ausführung
  6. Verwendungsnachweis einreichen: Rechnung und Bestätigung beim BAFA hochladen
  7. Zuschuss erhalten: Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Wochen

Welche Förderung lohnt sich für mich?

Die Wahl zwischen BAFA-Zuschuss und steuerlicher Förderung hängt von Ihrer persönlichen Situation ab:

🏠 Nächster Schritt

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle Beratung. Alle genannten Preise, Fördersummen und gesetzlichen Angaben sind unverbindliche Richtwerte, die sich jederzeit ändern können. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Fachbetrieb, Energieberater oder Steuerberater. DachRadar übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte. Stand: April 2026.